Deutscher Buchpreis 2009: Jury nominiert sechs Romane für die Shortlist

Die sechs Finalisten für den Deutschen Buchpreis 2009 stehen fest. „Die Shortlist-Diskussion in diesem Jahr dauerte einen ganzen Tag. Alle Beteiligten waren beeindruckt von der Intensität der Gespräche, die oft ans Grundsätzliche rührten - der Literatur, der eigenen Arbeit -, die die ganze Verstrickung des Lesers mit einzelnen Büchern offenbarten und eben deshalb manchmal auch schmerzhaft waren. Dann nämlich, wenn ein Roman nicht unter die letzen sechs gelangte, den man für einen großen hält, oder umgekehrt“, sagt Jury-Sprecher Hubert Winkels. „Fast wie das richtige Leben, gesteigert in einer kommunikativen Ausnahmesituation und mit einem Ergebnis, das nur auf den ersten Blick verwundern mag, da der eine oder andere noch weniger bekannte Autor und Titel dabei ist. Bei der Lektüre wird vielleicht nicht jeder allen Entscheidungen zustimmen, aber im-mer wissen, warum das jeweilige Buch derart ausgezeichnet ist. Und er wird sehen, dass nicht nur thematisch, sondern auch formal die deutschsprachige Literatur über eine bestechende Bandbreite verfügt“. Die sieben Jurymitglieder haben in den letzten fünf Monaten insgesamt 154 Titel gesichtet, die zwischen dem 1. Oktober 2008 und dem 16. September 2009 erschienen sind.



Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):

• Rainer Merkel: Lichtjahre entfernt (S. Fischer, März 2009)

• Herta Müller: Atemschaukel (Hanser, August 2009)

• Norbert Scheuer: Überm Rauschen (C. H. Beck, Juni 2009)

• Kathrin Schmidt: Du stirbst nicht (Kiepenheuer & Witsch, Februar 2009)

• Clemens J. Setz: Die Frequenzen (Residenz, Februar 2009)

• Stephan Thome: Grenzgang (Suhrkamp, August 2009)



Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2009 gehören neben Hubert Winkels an: Richard Kämmerlings (Literaturredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung), Michael Lemling (Geschäftsführer der Buchhandlung Lehmkuhl, München), Martin Lüdke (freier Literaturkritiker), Lothar Müller (Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung), Iris Radisch (Literaturredakteurin der ZEIT) und Daniela Strigl (Literaturkritikerin und -wissenschaftlerin an der Universität Wien). Erstmals in diesem Jahr wird den Juroren das umfangreiche Lesepensum auf einem elektronischen Lesegerät, dem Reader von Sony, zur Verfügung gestellt.



Der Preisträger erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro. Mit dem Deutschen Buchpreis 2009 zeichnet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels den besten deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Die Preisverleihung findet am 12. Oktober 2009 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt.



Unterstützt wird der Deutsche Buchpreis von Paschen & Companie und der 1822-Stiftung der Frankfurter Sparkasse. Weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis vor allem bei der Medienarbeit im Ausland. Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur übertragen die Preisverleihung live im Rahmen von Dokumente und Debatten auf der LW 153 und 177 kHz und auf der MW 990 und 855 kHz sowie im digitalen Satellitenradio DVB-S, Bouquet ZDF.vision und per Livestream im Internet unter www.dradio.de. Ab dem 22. September 2009 werden Auszüge aus den Shortlist-Titeln in englischer Übersetzung und ein englischsprachiges Dossier zur Shortlist auf dem Internetportal www.signandsight.com präsentiert.



Weitere Informationen und Termine des Preisträgers rund um die Frankfurter Buchmesse können abgerufen werden unter www.deutscher-buchpreis.de.



Frankfurt am Main, 16. September 2009



Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.
Claudia Paul
Leiterin Presse und Information
Telefon: 069 / 13 06-293; E-Mail: paul@boev.de

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Video

Literaturhaus FrankfurtDie Autoren der Shortlist - live im Literaturhaus Frankfurt.

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