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Arno Geiger (Copyright Harald Schröder) | |
Der Sieger des Deutschen Buchpreises 2005 steht fest: Arno Geiger erhält die Auszeichnung für seinen Roman Es geht uns gut (Hanser). »Arno Geiger gelingt es, Vergänglichkeit und Augenblick, Geschichtliches und Privates, Erinnern und Vergessen in eine überzeugende Balance zu bringen. Es geht uns gut ist nach Überzeugung der Jury ein Roman, der ebenso genau wie leicht vom Gewicht des Lebens spricht«, begründete Jury-Sprecher Bodo Kirchhoff die Entscheidung heute bei der Preisverleihung im Frankfurter Römer. Nach einer ausführlichen Diskussion über die sechs Bücher der Shortlist, in der noch einmal um alle Werke gestritten worden sei, habe die Jury Geigers Werk mit einer klaren Mehrheit zum besten deutschsprachigen Roman des Jahres bestimmt. Ihr gehören außerdem an: Verena Auffermann (Kritikerin), Klaus Bittner (Buchhandlung Klaus Bittner), Volker Hage (DER SPIEGEL), Wolfgang Herles (Aspekte, ZDF), Armin Thurnher (Der Falter, Wien) und Juli Zeh (Autorin).
»Eine solche Auszeichnung hat gefehlt. Deutschsprachige Literatur hat seit langem wieder den qualitativen Standard der Weltliteratur erreicht, der einen Preis für den besten Roman nicht nur nützlich und wünschenswert, sondern der literarischen Sache wegen geradezu notwendig macht«, so Gottfried Honnefelder, Verleger des DuMont Literatur und Kunst Verlags und Vorsitzender der Akademie Deutscher Buchpreis bei der Begrüßung der rund 350 Gäste im Kaisersaal des Römer. Deutschland sei, was die Literatur angehe, ein Importland. Vor allem die Breite und Vielfalt der deutschen literarischen Landschaft wirke auf die Leser im Ausland unübersichtlich. »Hier möchte der Deutsche Buchpreis eine Schneise schlagen und aus der großen Zahl der Neuveröffentlichungen eines Jahres den besten Roman und die besten Romane der Shortlist in den Mittelpunkt des internationalen Interesses rücken.«
Arno Geiger hat sich gegen Daniel Kehlmann (Die Vermessung der Welt, Rowohlt), Thomas Lehr (42, Aufbau-Verlag), Gert Loschütz (Dunkle Gesellschaft, Frankfurter Verlagsanstalt), Gila Lustiger (So sind wir, Berlin Verlag) und Friederike Mayröcker (Und ich schüttelte einen Liebling, Suhrkamp) durchgesetzt. Er erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro.
Der Preisträger wurde in mehreren Auswahlstufen ermittelt. Die Jury hat im letzten halben Jahr alle von den Verlagen eingereichten Einsendungen gesichtet und zusätzliche Titel angefordert. Aus diesen rund 150 Romanen wurde eine 20 Titel umfassende Longlist zusammengestellt. Daraus haben die Juroren sechs Titel für die Shortlist gewählt. Mit dem Deutschen Buchpreis 2005 zeichnet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels erstmals zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den besten deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Partner sind Florian und Gabriele Langenscheidt, der SPIEGEL-Verlag, die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main.
Deutscher Buchpreis
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Susanne Hilf
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"Der Preis ist eine Ermutigung - Interview mit Jurysprecher Bodo Kirchhoff". Erschienen im Börsenblatt 17 / 2005, S. 43
Copyright: Börsenblatt / Holger Heimann, Foto Alexander Beck
Interview Jurysprecher Bodo Kirchhoff.19270.pdf (application/pdf 314.8 KB)
Die Longlist 2005 im Überblick.20765.pdf (application/pdf 27.5 KB)
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