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19.08.2015

Longlist 2015: Jury nominiert 20 Romane

Longlist 2015: Jury nominiert 20 Romane

Die Titel für den Deutschen Buchpreis 2015 sind nominiert: Die Jury hat 20 Romane für die Longlist ausgewählt. Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 199 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2014 und dem 16. September 2015 erschienen sind oder noch erscheinen.

Jurysprecherin Claudia Kramatschek (freie Kritikerin): „Die diesjährige Longlist ist eine aufschlussreiche Landkarte, sie bildet die Vielfältigkeit und Vielstimmigkeit der deutschsprachigen Literatur ab. In diesem Jahr aber zeichnet sich eines deutlich ab: Die Welt ist in ihr zu Hause. Die ausgewählten Autoren und Autorinnen nehmen sich der Seelendramen afrikanischer Flüchtlinge an, entführen uns in die Weiten Afghanistans oder in die engen Gassen eines Istanbuler Armenviertels. Zugleich bleibt diese Literatur ganz bei sich, indem sie in mal utopischer, mal dystopi-scher, mal schelmischer, mal dokumentarischer Manier von ersten und letzten Dingen erzählt und den Platz des Individuums in einer Welt ver-handelt, die zugerichtet ist durch die kapitalen Ströme des Geldes sowie repressive Systeme der Macht. Es stehen auf dieser Landkarte bekannte neben eher unbekannten Namen und große Verlage neben eher kleineren. Das macht sie für uns umso erfreulicher.“

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):

• Alina Bronsky: Baba Dunjas letzte Liebe (Kiepenheuer & Witsch, August 2015)
• Ralph Dutli: Die Liebenden von Mantua (Wallstein, August 2015)
• Jenny Erpenbeck: Gehen, ging, gegangen (Knaus, August 2015)
• Valerie Fritsch: Winters Garten (Suhrkamp, März 2015)
• Heinz Helle: Eigentlich müssten wir tanzen (Suhrkamp, Sep-tember 2015)
• Gertraud Klemm: Aberland (Droschl, Februar 2015)
• Steffen Kopetzky: Risiko (Klett-Cotta, Februar 2015)
• Rolf Lappert: Über den Winter (Carl Hanser, August 2015)
• Inger-Maria Mahlke: Wie Ihr wollt (Berlin Verlag, März 2015)
• Ulrich Peltzer: Das bessere Leben (S. Fischer, Juli 2015)
• Peter Richter: 89/90 (Luchterhand, März 2015)
• Monique Schwitter: Eins im Andern (Droschl, August 2015)
• Clemens J. Setz: Die Stunde zwischen Frau und Gitarre (Suhr-kamp, September 2015)
• Anke Stelling: Bodentiefe Fenster (Verbrecher Verlag, März 2015)
• Ilija Trojanow: Macht und Widerstand (S. Fischer, August 2015)
• Vladimir Vertlib: Lucia Binar und die russische Seele (Deuticke, Februar 2015)
• Kai Weyand: Applaus für Bronikowski (Wallstein, März 2015)
• Frank Witzel: Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969 (Matthes & Seitz, Februar 2015)
• Christine Wunnicke: Der Fuchs und Dr. Shimamura (Berenberg, März 2015)
• Feridun Zaimoglu: Siebentürmeviertel (Kiepenheuer & Witsch, August 2015)

Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2015 gehören neben Claudia Kramatschek an: Markus Hinterhäuser (Wiener Festwochen), Rolf Keussen (Mayersche Droste, Düsseldorf), Ursula Kloke (Botnanger Buchladen, Stuttgart), Ulrike Sárkány (Norddeutscher Rundfunk), Chris-topher Schmidt (Süddeutsche Zeitung) und Bettina Schulte (Badische Zeitung).

Im nächsten Schritt wählen die Juroren aus den Titeln der Longlist sechs Titel für die Shortlist aus, die am 16. September 2015 veröffentlicht wird. Erst am Abend der Preisverleihung erfahren die sechs Autoren, an wen von ihnen der Deutsche Buchpreis geht. Der Preisträger erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro.

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