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Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche

Longlist 2010

Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche

Jenseits des Urals herrscht das heimliche Matriarchat und die schöne Tatarin Rosalinda fühlt sich viel zu jung, um Großmutter zu werden. Doch der Abtreibungsversuch an der Tochter Sulfia misslingt und Aminat wird geboren. Zum ersten Mal steht die despotische Rosalinda einem Geschöpf gegenüber, das sie mit Haut und Haaren liebt. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion führt Rosalindas Überlebenswille die drei unzertrennlichen Frauen nach Deutschland. Da ist die Tatarin längst die leidenschaftlichste Großmutter aller Zeiten – und der Leser Zeuge haarsträubender Ereignisse und komischer Szenen.

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Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag

Shortlist 2010

Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag

Das sozialistische Prag hat mit den Jahren seinen Glanz verloren und Georg nutzt alle sich bietenden Freiräume, um auszubrechen. In einer Gesellschaft, die von den Rändern her vergammelt und sich von innen auflöst, mobilisiert er alle Kräfte, um neben der Mutter auch dem stickig-klebrigen Vaterhaushalt zu entkommen, in dem er seine verhassten Wochenenden verbringen muss. Ein mit viel Witz gezeichnetes Psychogramm einer Familie, ein hellsichtiges Porträt einer Stadt, ein erotischer Entwicklungsroman über Widerstände, Schmutz und Schönheit.

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Kommentar der Jury

Eine Kindheit und Jugend im sozialistischen Prag von den 50er- bis in die 70er-Jahre. Jan Faktor erzählt sie als eine Geschichte voller Witz, durch den die Trauer über so viel dumpf vergeudeter Lebenszeit hindurch scheint. Wo sonst träumen kleine Jungen schon davon, Müllmann zu werden? Wenn Faktor die Mülltonnen über das Prager Altstadtpflaster rauschen lässt, tut er dies so anschaulich, dass man den Schmutz, um den es doch geht, fast vergisst. Dieses Buch in seiner eigenwilligen Lebendigkeit und Melancholie ist die Summe eines ganzen Lebens – und der Triumph darüber.

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Die Liebe der Väter

Longlist 2010

Die Liebe der Väter

Peter hat eine Tochter, aber das Sorgerecht für sie hat er nicht. Annika war zwei, als er und ihre Mutter sich trennten. Seitdem gerät jede elterliche Absprache zum Machtkampf um die inzwischen dreizehnjährige Annika. Ein Silvesterurlaub auf Sylt wird für Vater und Tochter zur entscheidenden Probe auf ihre Liebe. Die Reise auf die Insel ist für den Verlagsvertreter Peter auch eine Rückkehr in Landschaften der Vergangenheit. Hier hat er die Sommer seiner Kindheit verbracht, als seine Mutter in einer Buchhandlung in Kampen arbeitete. Die Spaziergänge am Strand, die alte Kirche von Keitum, der Leuchtturm rufen Erinnerungen in ihm wach. Zum ersten Mal versucht er, seiner Tochter von sich zu erzählen. Er begegnet Susanne wieder, einer Freundin aus der Schulzeit, mittlerweile verheiratet und Mutter zweier Kinder. Und er muss erleben, dass er auf die Väter der scheinbar heilen Familien, die diese Ferien zusammen verbringen, wie ein Menetekel wirkt.

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Woraus wir gemacht sind

Shortlist 2006

Woraus wir gemacht sind

Niklas Kalf schreibt eine Biografie über den jüdischen Emigranten Eugen Meerkaz und reist 2002 mit seiner Frau Liz nach New York. Kurz nach der Ankunft wird Liz entführt, und man erpresst Kalf, ein Geheimnis über Meerkaz aufzudecken. Kalfs Suche nach der Wahrheit wird zur Reise ins Innere der USA kurz vor dem Irak-Krieg. Zugleich beginnt Kalf in der Fremde zu begreifen, was bleibt, wenn nichts mehr sicher ist.

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Kommentar der Jury

Ein Autor verliert sich ein einem Entführungsfall – und in den Abgründen der USA. Hettche spielt dabei mit verschiedenen literarischen Motiven: dem amerikanischen Thriller, dem typisch-deutschen passiven Held. Sein Roman über das Verhältnis zwischen Amerika und dem „alten Europa“ wird sicher viele Leser aufregen, da in ihm das Verhältnis von deutscher Intellektualität und amerikanischer Wirklichkeit neu gespiegelt und gesehen wird.

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Das Mädchen

Shortlist 2011

Das Mädchen

Am Anfang scheint alles schon zu Ende zu sein: Der Vater trinkt und taucht nur selten auf, die Mutter lässt ihre Wut an den Kindern aus, die Mitschüler meiden das Mädchen, der kleine Bruder kapselt sich ab. Und doch gibt es eine Kraft, die das Mädchen trägt. Die Bilder aus „Brehms Tierleben“, die sie bewundert, der Traum vom kleinen Haus mit Garten und immer wieder Menschen, die ihr etwas bedeuten und die sie halten. Eines hat sie gelernt: Man muss sich holen, was man braucht. Nachdem sie mehrfach beim Ladendiebstahl erwischt wird, erweist sich das Kinderheim, in das sie kommt, überraschend als ein Refugium, wo Kindheit erstmals gelebt werden kann.

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Kommentar der Jury

Leere Schnapsflaschen, Schläge, tagelanger Hausarrest, ein hilfloser Bruder, eine unberechenbare Mutter mit wechselnden Männern im Schlepptau – so sieht der Alltag von Angelika Klüssendorfs heranwachsender Heldin aus. Doch das Mädchen besitzt eine eigentümliche Zähigkeit und beißt sich durch. Mit fotografischer Präzision nimmt die Autorin das DDR-Milieu in den Blick. Sie beherrscht die Kunst der Aussparung. Ihre Sprache ist prägnant und knapp, ihre Protagonistin eine Verlorene, die versucht, das System auszutricksen. Ein vielschichtiges Psychogramm und ein verstörender Pubertätsroman.

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Böse Schafe

Shortlist 2007

Böse Schafe

Seit ihrer Flucht aus der DDR lebt Soja in Westberlin. Eines Tages läuft ihr Harry über den Weg und wird sofort zur Achse, um die sich ihr Leben dreht. Harry war im Knast und ist auf Bewährung draußen. Seine Drogentherapie hat er abgebrochen, eine neue Inhaftierung droht. Soja organisiert eine Therapiestelle, verpflichtet ihre Freunde zur Betreuung und ignoriert alle Zeichen, dass Harry ihr manches verschweigt.

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Kommentar der Jury

„Böse Schafe“ bietet die traurig-komische Geschichte einer amour fou zwischen einer Ostfrau und einem Westmann. Soja ist von Ostberlin nach Westberlin geflüchtet, Blumenverkäuferin. Der Westmann ist Harry aus Neukölln, Junkie, HIV-positiv. Er hat zehn Jahre Knast auf dem Buckel und eine „Palme“ zwischen den Beinen, die zu besteigen für Soja sehr reizvoll ist. Eine packende Liebes- und Leideserklärung, auch an die Hauptstadt.

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Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war

Longlist 2013

Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war

Ist das normal? Zwischen Hunderten von körperlich und geistig Behinderten als jüngster Sohn des Direktors einer Kinder- und Jugendpsychiatrie aufzuwachsen? Der junge Held in JoachimMeyerhoffs zweitem Roman kennt es nicht anders – und mag es sogar sehr. Sein Vater leitet eine Anstalt mit über 1.200 Patienten, verschwindet zu Hause aber in seinem Lesesessel. Seine Mutter organisiert den Alltag, hadert aber mit ihrer Rolle. Seine Brüder widmen sich hingebungsvoll ihren Hobbys, haben für ihn aber nur Häme übrig. Und er selbst tut sich schwer mit den Buchstaben und wird immer wieder von diesem großen Zorn gepackt. Glücklich ist er, wenn er auf den Schultern eines glockenschwingenden, riesenhaften Insas­sen übers Anstaltsgelände reitet.

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Du stirbst nicht

Preisträger 2009

Du stirbst nicht

Helene erwacht im Krankenhaus: ohne Kontrolle über ihren Körper, sprachlos, mit Erinnerungslücken. Ihr Weg zurück ins Leben konfrontiert sie mit einer fremden Frau, die doch sie selbst war. Kathrin Schmidt macht den Orientierungs- und Sprachverlust nach einer Hirnverletzung erfahrbar und zeigt einen Weg der Genesung, der in zwei Richtungen führt: zurück und nach vorn. Es entsteht ein Entwicklungsroman ganz eigener Art.

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Begründung der Jury

Der Roman erzählt eine Geschichte von der Wiedergewinnung der Welt. Silbe für Silbe, Satz für Satz sucht die Heldin, nach einer Hirnblutung aus dem Koma erwacht, nach ihrer verlorenen Sprache, ihrem verlorenen Gedächtnis. Mal lakonisch, mal spöttisch, mal unheimlich schildert der Roman die Innenwelt der Kranken und lässt daraus mit großer Sprachkraft die Geschichte ihrer Familie, ihrer Ehe und einer nicht vorgesehenen, unerhörten Liebe herauswachsen. Zur Welt, die sie aus Fragmenten zusammensetzt, gehört die zerfallende DDR, gehören die Jahre zwischen Wiedervereinigung und dem Beginn unseres Jahrhunderts. So ist die individuelle Geschichte einer Wiederkehr vom Rande des Todes so unaufdringlich wie kunstvoll in den Echoraum der historisch-politischen Wendezeit gestellt.

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Halbschatten

Longlist 2008

Halbschatten

Bei einem ihrer spektakulären Langstreckenflüge lernt die Fliegerin Marga von Etzdorf einen deutschen Diplomaten kennen und verbringt eine Nacht des Erzählens mit ihm. Im Mai 1933 erschießt sich Marga in Syrien. Was ist geschehen? Der Erzähler wandert Jahrzehnte später über den Berliner Invalidenfriedhof, wo sich unter vielen Margas Grab befindet. Er hört die Stimmen der Toten, forscht nach Margas Geschichte.

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Vogelweide

Longlist 2013

Vogelweide

Ein Mann hat alles verloren, seine Freundin, seine Geliebte, seinen Beruf, seine Wohnung, er hat einen Bankrott hinter sich und ist hoch verschuldet. Nun lebt er für eine Weile ganz allein auf einer Insel in der Elbmündung, versieht den Dienst als Vogelwart. Ein geradezu eremitisches Dasein, das durch einen Anruf durcheinandergewirbelt wird. Anna kündigt ihren Besuch an – eben jene Anna, die vor sechs Jahren vor ihm nach New York geflohen ist und zuvor sein Leben komplett aus den Angeln gehoben hat. Und während Eschenbach sich auf das Wiedersehen mit ihr vorbereitet, seinen Alltagsritualen folgt, Vögel zählt und Strandgut sammelt, besuchen ihn die Geister der Vergangenheit und es entfaltet sich die Geschichte von Eschenbach, Selma, Anna und Ewald. Es ist die Geschichte von zwei Paaren, die glücklich miteinander waren und es nicht bleiben konnten, als Eschenbachs große, verbotene, richtige und falsche Leidenschaft für Anna entbrannte.

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Leyla

Longlist 2006

Leyla

Leyla hat nur einen Wunsch: dem Alltag im Anatolien der Fünfziger und Sechziger zu entkommen. Ihr Vater ist erfolglos und schlägt sich mit windigen Geschäften durch; ihre Brüder gehen ihrer Wege während ihre Schwestern auf den Mann warten, der für sie ausgesucht wird. Der Umzug nach Istanbul eröffnet neue Möglichkeiten: Leyla verliebt sich in einen Mann, doch die beiden haben keine Zukunft in der Türkei.

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Liebesbrand

Longlist 2008

Liebesbrand

Am Anfang ist es fast zu Ende: Das Leben von David droht bei einem Busunglück im Ausland zu verlöschen. Doch er wird gerettet und begegnet einer engelsgleichen Erscheinung. Eine junge schöne Frau übernimmt die Erstversorgung und verschwindet in einem Auto mit deutschem Kennzeichen. Fortan ist der Erzähler in Liebe entflammt und macht sich auf die Suche – nach ihr, nach der Erfüllung, nach der Erlösung.

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Pfaueninsel

Shortlist 2014

Pfaueninsel

Die Pfaueninsel in der Havel ist ein künstliches Paradies. Der Roman beginnt wie ein Märchen: mit einer Königin, die einen Zwerg trifft und sich fürchterlich erschrickt. Am Beispiel der kleinwüchsigen Marie, die zwischen den Befreiungskriegen und der Restauration, zwischen Palmenhaus und Menagerie, Gartenkunst und philosophischen Gesprächen aufwächst und der königlichen Familie bei deren Besuchen zur Hand geht, erzählt Thomas Hettche von der Zurichtung der Natur, der Würde des Menschen, dem Wesen der Zeit und der Empfindsamkeit der Seele und des Leibes.

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Kommentar der Jury

Seit seinem Debüt „Ludwig muß sterben“ von 1989 als Avantgardist gerühmt, erweist sich Thomas Hettche mit seinem Roman „Pfaueninsel“ erneut als einer der elegantesten und raffiniertesten Stilisten der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Wie Maria Dorothea Strakon, das historisch überlieferte preußische Schlossfräulein der Pfaueninsel bei Berlin, mit Lust seine Festtagsgewänder anlegte, so schlüpft Hettche in ein vollendetes Sprachkleid aus dem 19. Jahrhundert. Anhand der anrührenden Lebensgeschichte der kleinwüchsigen Marie lässt er ein ganzes Jahrhundert vom ausklingenden Rokoko bis zur Erfindung der Eisenbahn, von Hegel über Darwin bis Lenné, Revue passieren. Botanik und Sentiment, Theorie und Sinnlichkeit gehen in „Pfaueninsel“ eine Verbindung ein, die auf unerwartete Weise das Heute spiegelt und die Leserin, den Leser einer literarischen Osmose sondergleichen unterzieht.

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April

Shortlist 2014

April

Die Kindheit ist vorüber, aber erlöst ist das Mädchen deshalb noch lange nicht. Das Mädchen, das sich mittlerweile April nennt – nach dem Song von Deep Purple –, hat die Zeit im Heim hinter sich, die Ausbildung abgebrochen und eine Arbeit als Bürohilfskraft zugewiesen bekommen. Zwischen alten Freunden und neuen Bekannten versucht sie sich im Leipzig der späten 70er-Jahre zurechtzufinden, stößt dabei oft an ihre eigenen Grenzen und überschreitet lustvoll alle, die ihr gesetzt werden, am Ende mit ihrer Ausreise auch die zwischen den beiden Deutschlands.

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Kommentar der Jury

Endlich geht es weiter mit dem Mädchen, das sich nun (nach einem deep purple Song) April nennt. Es sind die späten 70er Jahre in Leipzig und die frühen 80er in West-Berlin, die April zwischen VEB-Kombinat, Psychiatrie, Ausreise und dem Leben selbst taumeln lässt, immer zwischen zartem Glück und totalem Versagen, getrieben aus trostloser Kindheitsvergangenheit in eine ungewisse Zukunft. Angelika Klüssendorf versteht es prächtig uns in Aprils Sog zu ziehen. Lebensprall und traurig, nüchtern und klar, unsentimental und präzise, mit großer Lakonie: ein Meisterwerk - knapp 25 Jahre nach der Wende.

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Isabel

Longlist 2014

Isabel

Feridun Zaimoglu bleibt den gesellschaftlichen Randgebieten und ihren Bewohnern treu. Er wendet sich dem Leben einiger Großstadtkreaturen zu, die fern von Berliner Hipness und Touristenströmen ihre eigenen Wege gehen. Isabel ist eine schöne Frau, aber nicht mehr schön und jung genug, um weiter zu modeln, und nicht anerkannt genug, um als Schauspielerin an die großen Rollen zu kommen. So arbeitet sie als Gelegenheitsdarstellerin, ist mit der Liebe am Ende, verlässt ihren Freund und beschließt, ihr Leben neu zu entwerfen. Es ist die Zeit nach den Sensationen, sie verabschiedet sich von der Lust und wählt den Weg in die Keuschheit. Nachdem es auch ihren Eltern trotz großer Anstrengungen nicht gelungen ist, ihr einen passenden Heiratskandidaten zuzuführen, trifft sie Marcus, und es beginnt die Geschichte von Isabel und dem Soldaten. Marcus ist ein Kriegsheimkehrer aus dem Kosovo-Einsatz, traumatisiert und nur daran interessiert, eine aufs Nötigste reduzierte Existenz zu führen. Ihre Begegnung verändert beider Leben und führt sie auf eine faszinierende und bedrohliche Reise in Marcus‘ Vergangenheit. Gewohnt sprachmächtig, dabei sehr genau in der Beobachtung und bewusst in der Verknappung, führt Zaimoglu seine Leser in eine Welt der zurückgefahrenen Lebenserwartungen, die aufgebrochen wird durch Liebe, Schmerz, Reue und Rache.

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Baba Dunjas letzte Liebe

Longlist 2015

Baba Dunjas letzte Liebe

Baba Dunja ist eine Tschernobyl-Heimkehrerin. Wo der Rest der Welt nach dem Reaktorunglück die tickenden Geigerzähler und die strahlenden Waldfrüchte fürchtet, baut sich die ehemalige Krankenschwester mit Gleichgesinnten ein neues Leben im Niemandsland auf. Wasser gibt es aus dem Brunnen, Elektrizität an guten Tagen und Gemüse aus dem eigenen Garten. Während der sterbenskranke Petrov in der Hängematte Liebesgedichte liest und die Melkerin Marja mit dem fast hundertjährigen Sidorow anbandelt, schreibt Baba Dunja Briefe an ihre Tochter Irina, die Chirurgin bei der deutschen Bundeswehr ist. Doch dann kommt ein Fremder ins Dorf – und die Gemeinschaft steht erneut vor der Auflösung.

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Siebentürmeviertel

Longlist 2015

Siebentürmeviertel

Wolf weiß nicht, wie ihm geschieht. Nach dem Tod seiner Mutter hat er mit seinem Vater gelebt, der aber nach einer Warnung vor der Gestapo plötzlich Deutschland verlassen muss. Es ist das Jahr 1939, und Wolf findet sich in Istanbul wieder, in der Familie von Abdullah Bey und mitten im Siebentürmeviertel, einem der schillerndsten Stadtteile der Metropole, in der Religionen und Ethnien in einem spannungsreichen Nebeneinander leben. Er wird von Abdullah Bey an Sohnes statt angenommen, besucht die Schule und erobert sich seine Stellung unter den Jugendlichen des Viertels. Als er langsam zu begreifen beginnt, welche Rolle Abdullah Bey wirklich spielt, gerät er in große Gefahr.

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Die Erziehung des Mannes

Longlist 2016

Die Erziehung des Mannes

Georg, Student der Musikwissenschaft und angehender Komponist, ist Mitte zwanzig, als eine neue Frau kennenlernt. Sie wird etwas in ihm lösen, mit ihr wird er ins Leben aufbrechen, Kinder bekommen und doch keine glückliche Ehe führen. Er wird sich fragen, woran das liegt, was sein autoritärer Vater damit zu tun hat, der ein Patriarch alter Schule ist und die Familie durch diverse Affären ruiniert, und er wird einen großen Schritt in eine neue Liebe wagen. Doch frei ist Georg nicht mehr, denn er bleibt Vater von drei Kindern, die am Ende zur Liebeskonstante in seinem Leben werden. Über sie wird er sich seiner selbst bewusst, und an ihnen hält er fest, als sich alles andere aufzulösen scheint.

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Drehtür

Longlist 2016

Drehtür

Asta ist nach 22 Jahren im Dienst internationaler Hilfsorganisationen am Münchner Flughafen gestrandet. Von den Kollegen weggemobbt aus der Krankenstation in Nicaragua, wo sie zuletzt tätig war, steht sie neben einer Drehtür und raucht. Sie weiß nicht, wie es weitergehen soll. Einigermaßen wohl fühlt sie sich nur, wenn sie gebraucht wird. Und wer könnte sie, die ausgemusterte Krankenschwester, jetzt noch brauchen? Während Asta über sich nachdenkt, beobachtet sie ihre Umgebung – und meint, Menschen wiederzuerkennen, denen sie im Laufe ihres Lebens begegnet ist.

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Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Longlist 2016

Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Die Kindheit auf dem Gelände einer riesigen Psychiatrie und das Austauschjahr in Amerika liegen hinter ihm, die Schulzeit hat er überstanden, als vor dem Antritt des Zivildienstes das Unerwartete geschieht: Joachim wird auf der Schauspielschule in München angenommen und zieht zu seinen Großeltern in die großbürgerliche Villa in Nymphenburg. Aus dem Kontrast zwischen großelterlichem Irrsinn und ausbildungsbedingtem Ich-Zerfall entstehen die den Erzähler völlig überfordernden Ereignisse – und gleichzeitig entgeht ihm nicht, dass auch die Großeltern gegen eine große Leere ankämpfen, während er auf der Bühne sein Innerstes nach außen kehren soll und dabei oft grandios versagt.

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Evangelio

Longlist 2017

Evangelio

"Oft plagte mich der Satan durch seine Erscheinungen, ganz besonders auf jener Burg, in der ich eine Zeit lang gefangen gehalten wurde." Martin Luther Anno Domini 1521: Martin Luther ist auf die Wartburg gebracht worden und in die Mönchszelle zurückgekehrt. Ausgerechnet ein katholischer Landsknecht soll ihn, den Geächteten, auf Befehl des Kurfürsten vor Anschlägen auf Leib und Leben schützen. Doch die Anfechtungen des alten Feindes, des Satans, stellen eine noch größere Gefahr dar. 4. Mai 1521 bis 1. März 1522: Martin Luther, Professor in Wittenberg, ist auf Geheiß des Kurfürsten von Sachsen in Gewahrsam genommen worden. Auf der Wartburg sieht er sich größten Anfechtungen ausgesetzt, vollbringt aber auch sein größtes Werk: In nur zehn Wochen übersetzt er das Neue Testament ins Deutsche. Feridun Zaimoglu begibt sich in die Zeit, auf die Burg und in die Kämpfe, die der Verdolmetscher auszufechten hat. Dazu hat er einen äußerst faszinierenden Erzähler erfunden: Landsknecht Burkhard ist Martin Luther zum Schutze an die Seite gestellt, selbst aber Katholik und sieht Luthers Wirken mit Sorge. Er will nicht abfallen, nicht mit der Sitte brechen und muss doch den, der dieses tut, schützen und bewahren. Ja, er muss Luther sogar begleiten, als dieser sich heimlich mit Melanchthon in Wittenberg trifft. Und er muss Luther beistehen, als ihn die sogenannte Teufelsbibel in schlimmste Teufelsvisionen stürzt. Mit klingender Sprache, beeindruckendem Kenntnisreichtum und dramatischer Zuspitzung erzählt Feridun Zaimoglu von einem großen Deutschen, einer Zeit im Umbruch und der Macht und Ohnmacht des Glaubens.

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Sechs Koffer

Shortlist 2018

Sechs Koffer

Ein Familiengeheimnis in den Zeiten des Kalten Krieges: Aus sechs Perspektiven erzählt der Roman von einem mutmaßlichen Verrat. Das Opfer ist der Großvater des Erzählers, der 1960 in der Sowjetunion hingerichtet wurde. Unter Verdacht steht die eigene Verwandtschaft. Eine Erzählung über sowjetische Geheimdienstakten, vergiftete Liebesbeziehungen und die Machenschaften antisemitischer Kultur-Apparatschiks. Vor allem aber über Menschen, die immer wieder ihr gesamtes Leben in einen Koffer packen und damit weiterziehen müssen – Geheimnisse inklusive.

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Kommentar der Jury

Es ist große Erzählkunst, wie es Maxim Biller gelingt, seine verzweigte Familiengeschichte zu entfalten: äußerst ökonomisch auf schmalem Raum, elegant, lakonisch, mit feinem Humor und großer Zärtlichkeit für die Figuren. Ausgangspunkt ist die berühmte Schuldfrage – hier: Wer hat den Großvater und dessen Schmuggelaktionen verraten und damit seinen gewaltsamen Tod auf dem Gewissen? Aus sechs verschiedenen Perspektiven beleuchtet der Erzähler das dunkle Geheimnis einer jüdisch-russischen Familie. Es geht um Verrat und Verletzung, um Eros und Eifersucht, aber auch um Familienzusammenhalt und Geschwisterliebe – und um die Unmöglichkeit einer einzigen Wahrheit.

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Jahre später

Longlist 2018

Jahre später

Mit "Das Mädchen" und "April" – beide auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis – schrieb Angelika Klüssendorf die Geschichte einer starken jungen Frau, die ihren Weg geht unter widrigen Umständen. "Jahre später" erzählt nun von der intensivsten, aber auch zerstörerischsten Beziehung des erwachsenen Mädchens April – ihrer Ehe. Auf einer Lesung lernt April einen Mann kennen, der ihr zunächst durch seine dreist raumnehmende Art auffällt. Es ist nicht Sympathie, die sie zusammenführt. Es ist eine andere Form der Anziehung: Intensität. Eine schicksalhafte Begegnung. Denn Ludwig, der Chirurg aus Hamburg, wird für April zum Lebensmenschen werden – und April für ihn. Im Guten wie im Schlechten. Angelika Klüssendorf erzählt, wie eine Liebe zwischen zwei radikalen Einzelgängern entsteht, die beide mit ihren eigenen Mitteln versuchen, ins Soziale zu finden und zu sich selbst. Es ist eine Geschichte von Öffnungsbereitschaft, glühender Gemeinsamkeit, aber auch den unaufhaltsamen Fliehkräften, die das Paar auseinandertreiben. Ohne jemals Partei zu ergreifen oder seine Figuren zu denunzieren, entwickelt "Jahre später" die Anatomie einer toxischen Partnerschaft. Als Leser wünscht man bis zuletzt, dass es gelingen möge, und zugleich, dass es endlich ein Ende hat mit den beiden. Messerscharfe Prosa, die keinen Moment lang unberührt lässt.

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Herzfaden

Shortlist 2020

Herzfaden

Ein großer Roman über ein kleines Theater: die Augsburger Puppenkiste. Ein zwölfjähriges Mädchen gerät nach einer Vorstellung der Augsburger Puppenkiste durch eine verborgene Tür auf einen märchenhaften Dachboden, auf dem viele Freunde warten: die Prinzessin Li Si, Kater Mikesch, Lukas, der Lokomotivführer. Vor allem aber die Frau, die all diese Marionetten geschnitzt hat und nun ihre Geschichte erzählt. Es ist die Geschichte eines einmaligen Theaters und der Familie, die es gegründet und berühmt gemacht hat. Sie beginnt im 2. Weltkrieg, als Walter Oehmichen, ein Schauspieler des Augsburger Stadttheaters, in der Gefangenschaft einen Puppenschnitzer kennenlernt und für die eigene Familie ein Marionettentheater baut. In der Bombennacht 1944 verbrennt es zu Schutt und Asche. "Herzfaden" erzählt von der Kraft der Fantasie in dunkler Zeit und von der Wiedergeburt dieses Theaters. Nach dem Krieg gibt Walters Tochter Hatü in der Augsburger Puppenkiste Waisenkindern wie dem Urmel und kleinen Helden wie Kalle Wirsch ein Gesicht. Generationen von Kindern sind mit ihren Marionetten aufgewachsen. Die Augsburger Puppenkiste gehört zur DNA dieses Landes, seit in der ersten TV-Serie im westdeutschen Fernsehen erstmals Jim Knopf auf den Bildschirmen erschien.

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Kommentar der Jury

Leichthändig und elegant verwebt dieser Roman große Themen der Gegenwart und der deutschen Vergangenheit. Von einem verzauberten Dachboden aus führt er uns in die Welt der Holzmarionetten, in den Zweiten Weltkrieg, in die westdeutsche Nachkriegszeit, zum Verlust von Unschuld und dem Ende der Kindheit. Er handelt von der Fantasie und ihrer Rückeroberung – und Thomas Hettche gelingt dabei ein Stück Illusionskunst, die so spielerisch und melancholisch ist, wie jene, von der dieser Roman selbst so beeindruckend erzählt.

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Allegro Pastell

Longlist 2020

Allegro Pastell

Germany’s next Lovestory: Leif Randt erzählt vom Glück. Von Tanja und Jerome, von Wirklichkeit und Badminton, von idealen Zuständen und den Hochzeiten der anderen. Eine Lovestory aus den späten Zehnerjahren. Tanja Arnheim, deren Debütroman PanoptikumNeu Kultstatus genießt, wird in wenigen Wochen dreißig. Mit Blick auf den Berliner Volkspark Hasenheide wartet sie auf eine explosive Idee für ihr neues Buch. Ihr fünf Jahre älterer Freund, der gefragte Webdesigner Jerome Daimler, bewohnt in Maintal den Bungalow seiner Eltern und versucht sein Leben zunehmend als spirituelle Einkehr zu begreifen. Die Fernbeziehung der beiden wirkt makellos. Sie bleiben über Text und Bild eng miteinander verbunden und besuchen sich für lange Wochenenden in ihren jeweiligen Realitäten. Jogging durchs Naturschutzgebiet und Meditation im südhessischen Maintal, driftende Dauerkommunikation und sexpositives Ausgehen in Berlin – Jerome und Tanja sind füreinander da, jedoch nicht aneinander verloren. Eltern, Freund*innen und depressive Geschwister spiegeln ihnen ein Leid, gegen das Tanja und Jerome weitgehend immun bleiben. Doch der Wunsch, ihre Zuneigung zu konservieren, ohne dass diese bieder oder schmerzhaft existenziell wird, stellt das Paar vor eine große Herausforderung. Allegro Pastell ist die Geschichte einer fast normalen Liebe und ihren Transformationen. Ein Roman in drei Phasen, beginnend im Rekordfrühling 2018.

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Drei Kameradinnen

Longlist 2021

Drei Kameradinnen

Seit ihrer gemeinsamen Jugend in der Siedlung verbindet die drei Kameradinnen eine tiefe Freundschaft. Nach Jahren treffen sie sich wieder, um an die alten Zeiten anzuknüpfen. Doch egal wo, immer wird deutlich, dass sie nicht abschütteln können, was jetzt so oft ihren Alltag bestimmt: die Blicke, die Sprüche, Hass und rechter Terror. Was es heißt, aufgrund der eigenen Herkunft ständig infrage gestellt zu werden, aber auch, wie sich Gewalt und Hetze mit Solidarität begegnen lässt, erzählt Shida Bazyar kompromisslos, anklagend und voller Wucht.

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Eurotrash

Shortlist 2021

Eurotrash

Am Beginn steht eine Erinnerung: vor 25 Jahren irrte in »Faserland« ein namenloser Ich-Erzähler (war es Christian Kracht?) durch ein von allen Geistern verlassenes Deutschland, von Sylt bis über die Schweizer Grenze nach Zürich. In »Eurotrash« geht derselbe Erzähler erneut auf eine Reise – diesmal nicht nur ins Innere seines Ichs, sondern in die Abgründe der eigenen Familie, deren Geschichte sich auf tragische, komische und bisweilen spektakuläre Weise immer wieder mit der Geschichte dieses Landes kreuzt.

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Kommentar der Jury

Hielt man sich in „Faserland" die Welt mit ölimprägnierten Jacken vom Leib, wird hier der Wollpullover zum fadenscheinigen Dingsymbol. Denn von Verstrickungen bis zurück ins dunkelste Kapitel deutscher Geschichte handelt Christian Krachts herausragender Roman. „Eurotrash" ist ein raffiniertes, ein tragikomisches und mitunter überraschend zart erzähltes Stück autofiktionaler Erinnerung, das die psychologischen Feinheiten einer Mutter-Sohn-Beziehung ergründet und dabei familiäre Schattenwelten aufsucht, die aus der Vergangenheit in die Gegenwart ragen. Dem Autor gelingt das seltene Kunststück, eine komplexe literarische Poetik in stilistischer Virtuosität zum Leuchten zu bringen.

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Lügen über meine Mutter

Shortlist 2022

Lügen über meine Mutter

Eine Kindheit in den 1980er Jahren, in der ein Thema alles beherrscht: das Körpergewicht der Mutter. Ist diese schöne, eigenwillige, unberechenbare Frau zu dick? Muss sie dringend abnehmen? Ja, das muss sie. Entscheidet ihr Ehemann. Er hat die fixe Idee, das Übergewicht seiner Frau wäre verantwortlich für alles, was ihm versagt bleibt: die Beförderung, der soziale Aufstieg, die Anerkennung in der Dorfgemeinschaft. Die Mutter ist dem ausgesetzt, Tag für Tag. Aber sie hört nicht auf, für die Selbstbestimmung über ihr Leben zu kämpfen.

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Kommentar der Jury

Hunsrück, Mitte der 1980er Jahre, ein deutsches Frauenleben in der Provinz. Eigentlich hatte die Tochter schlesischer Flüchtlinge mehr vom Leben gewollt, doch der karrierebewusste Ehemann kontrolliert mittlerweile alles: die Haushaltsfinanzen, den tagtäglichen Streit, ihr Übergewicht, für das sich selbst das eigene Kind schon schämt. Die Fassade der kleinbürgerlichen Aufsteigerfamilie zerbröckelt endgültig, als die Mutter in einem skurrilen Akt der Notwehr ihr Erbe verschleudert und den Herren des Hauses aussperrt. Daniela Dröscher erzählt ihre von essayistischen Einschüben unterbrochene literarische Mikrosoziologie aus der Kinderperspektive. Beendet ist die Geschichte vom nicht mehr wunschlosen Unglück der Mutter erst, wenn ein neues Spiel beginnt – das der eigenen Familie.

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Trottel

Shortlist 2022

Trottel

Das Leben eines selbsternannten Trottels, erzählt von ihm selbst: In Prag studiert er Informatik, hält aber nicht lange durch. Nach einer denkwürdigen Begegnung mit der "Teutonenhorde" zu der auch seine spätere Frau gehört, zieht er nach Ostberlin, taucht ein in die Undergroundszene vom Prenzlauer Berg, gründet eine Familie, erlebt die DDR-Doktrin und die Nachwendejahre. Doch alle Erinnerungen durchzieht eine dunkle Spur: die des Sohnes, der mit dreiunddreißig Jahren den Suizid wählen und dessen Tod alles aus den Angeln heben wird.

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Kommentar der Jury

Jan Faktors Roman "Trottel" verbindet Zeitgeschichte und Lebensgeschichte auf sehr besondere Weise: Er beschreibt den Weg eines Außenseiters von Prag nach Berlin, vom Arbeitnehmer im realexistierenden Sozialismus zu einem Schriftsteller, der literarische Trauerarbeit leistet. Im Kern des Romans steht der Verlust eines Sohnes. Faktor gelingt das große Kunststück, mit einer Geschichte über Trauer Witz zu erzeugen. Er zielt auf die DDR ebenso wie auf die bundesdeutsche Gegenwart, auf den Literaturbetrieb und nicht zuletzt auf das eingestandene "Trotteltum" seines Erzählers. Dabei entsteht ein provokanter, bisweilen verstörender Schelmenroman über die Frage, "ob ein Trottel im Leben glücklich werden kann". Es ist ein Buch, das auch gnadenlose, aber sehr hilfreiche Kritik an unserer Gesellschaft übt.

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