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Autor

Arno Geiger

Es geht uns gut

Preisträger 2005

Es geht uns gut

Philipp Erlach hat nie darüber nachgedacht, was es heißt, dass die Toten uns überdauern. Doch als er die alte Villa seiner Großmutter in der Wiener Vorstadt erbt, holt ihn seine Familiengeschichte ein: Liebesgeschichten und Todesfälle, Unrecht, Sprachlosigkeit und Missverständnisse. Arno Geiger erzählt von jenem traurigen und komischen letzten Jahrhundert, das auch in den Leben der Enkel noch nachschwingt.

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Begründung der Jury

Arno Geiger gelingt es in „Es geht uns gut“ Vergängliches und Augenblick, Geschichtliches und Privates, Bewahren und Vergessen in eine überzeugende Balance zu bringen. Mit hoher Anschaulichkeit entwirft Geiger das Bild dreier Generationen – und es entsteht ein Familienroman wider Willen: Philipp Erlach, der Erbe der großelterlichen Villa, versucht sich dem Sog der Erinnerungen zu entziehen. Gleichsam gegen den Widerstand der Hauptfigur erzählt der Autor 21 einzelne Tage, aus Vergangenheit und Gegenwart, zwischen 1938 und 2001. In klug komponierten Schnitten erschafft er eine Reihe lebendiger Porträts, deren heimliche Mitte zwei eindrucksvolle Frauen bilden. „Es geht uns gut“ ist nach Überzeugung der Jury ein Roman, der ebenso genau wie leicht vom Gewicht des Lebens spricht.

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Unter der Drachenwand

Longlist 2018

Unter der Drachenwand

Unter der Drachenwand ist der Roman eines Jahres: 1944. Der Krieg ist verloren, aber wie fern ist der Frieden? Einen Monat? Ein Jahr? Und was kommt dann? Kann es wirklich noch einmal besser werden? Unter der Drachenwand zeigt drei junge Leute, die nicht wissen, wie es weitergeht: Veit, seit mehr als fünf Jahren Soldat, ausgelaugt und erschöpft, die Lehrerin Margarete mit fünfunddreißig aus Wien verschickten Mädchen, die Darmstädterin Margot mit ihrem Baby. Arno Geiger erzählt von Veits Albträumen und der verstörenden Normalität im Dorf, vom "Brasilianer", der von der Rückkehr nach Rio de Janeiro träumt und sich um Kopf und Kragen redet, von der Zimmerwirtin und ihren Durchhalteparolen, von Nanni, die eines Tages einfach verschwindet, von Oskar Meyers verzweifeltem Kampf um das Überleben seiner verfolgten Familie. Als Veits Verletzungen verheilt sind, kommt der neue Einberufungsbefehl. Noch ist das Jahr 1944 nicht vorbei.

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