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Autor

Reinhard Kaiser-Mühlecker

Fremde Seele, dunkler Wald

Shortlist 2016

Fremde Seele, dunkler Wald

Alexander kehrt von seinem Auslandseinsatz als Soldat in die Heimat zurück. Seine Unruhe treibt ihn bald wieder fort. Sein jüngerer Bruder Jakob führt unterdessen den elterlichen Hof. Als sich sein Freund aufhängt, wird Jakob die Schuldgefühle nicht mehr los. Der Vater fabuliert von phantastischen Geschäftsideen, während er heimlich Stück für Stück des Ackerlandes verkaufen muss. Die Zeit vergeht, und es geschieht scheinbar nichts. Und doch ereignet sich das gesamte Drama der Existenz dieser Menschen, die durch das Land, Verwandtschaft, Gerede und ihre Sehnsüchte miteinander verbunden sind.

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Kommentar der Jury

Reinhard Kaiser-Mühleckers Figuren sind eingeschlossen in ihre Herkunft, in ihre Sprache. Es gibt kein Entkommen aus der eigenen Vergangenheit, und der Drang, aus der Gegenwart zu entfliehen, wird von der Alternativlosigkeit der Zustände absorbiert. Sie suchen nach Erlösung, ohne es zu wissen. Der äußere Wandel vollzieht sich mit größerer Geschwindigkeit als die innere Bereitschaft dafür. Das erzeugt Hilflosigkeit, Stummheit. Wie Kaiser-Mühlecker daraus auf eine zutiefst österreichische Art und Weise Literatur entstehen lässt, ist virtuos.

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