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Autor

Saša Stanišić

Wie der Soldat das Grammofon repariert

Shortlist 2006

Wie der Soldat das Grammofon repariert

Als der Bürgerkrieg in den neunziger Jahren Bosnien heimsucht, flieht Aleksandar mit seinen Eltern in den Westen. Neugierig erobert er sich das fremde Deutschland und fabuliert sich mit den irrwitzigen Geschichten von damals, von der großen Familie und den kuriosen Begebenheiten die Angst weg und "die Zeit, als alles gut war" wieder herbei. Ein tragikomischer Roman über Heimat und Fremde und die Kraft des Erzählens.

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Kommentar der Jury

Saša Stanišić ist ein wunderbarer Debütant. Mit „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ hat er eine Geschichte geschrieben, die von Bosnien und Deutschland und Bosniern in Deutschland handelt. In dem Roman über Heimat, Familie und Verlust und die Macht des Erzählens ist dabei – wie in den Filmen von Emir Kusturica - alles möglich.

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Vor dem Fest

Longlist 2014

Vor dem Fest

Es ist die Nacht vor dem Fest im uckermärkischen Fürstenfelde. Das Dorf schläft. Bis auf den Fährmann – der ist tot. Und Frau Kranz, die nachtblinde Malerin, die ihr Dorf zum ersten Mal bei Nacht zeigen will. Ein Glöckner und sein Lehrling wollen die Glocken läuten, das Problem ist bloß: die Glocken sind weg. Eine Füchsin sucht nach Eiern für ihre Jungen, und Herr Schramm, ein ehemaliger Oberst der NVA, findet mehr Gründe gegen das Leben als gegen das Rauchen. Niemand will den Einbruch ins Haus der Heimat beobachtet haben. Das Dorfarchiv steht aber offen. Doch nicht das, was gestohlen wurde, sondern das, was entkommen ist, treibt die Schlaflosen um. Alte Geschichten, Sagen und Märchen ziehen mit den Menschen um die Häuser. Sie fügen sich zum Roman einer langen Nacht, zu einem Mosaik des Dorflebens, in dem Alteingesessene und Zugezogene, Verstorbene und Lebende, Handwerker, Rentner und edle Räuber in Fußballtrikots aufeinandertreffen. Sie alle möchten etwas zu Ende bringen, in der Nacht vor dem Fest.

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