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Autor

Mirko Bonné

Wie wir verschwinden

Longlist 2009

Wie wir verschwinden

Raymond erhält nach Jahrzehnten des Schweigens einen Brief seines todkranken Jugendfreundes Maurice, der ihn in die gemeinsame Vergangenheit zurückversetzt: nach Villeblevin, wo 1960 Albert Camus bei einem Autounfall ums Leben kam. Ein französisches Dorf und ein historisches Ereignis werden für zwei Freunde zum Angelpunkt, um die fünfzig zurückliegenden Jahre zu erinnern und ihre Schicksalhaftigkeit anzuerkennen.

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Nie mehr Nacht

Shortlist 2013

Nie mehr Nacht

Markus Lee reist in die Normandie, um für ein Kunstmagazin Brücken zu zeichnen, die bei der Landung der Alliierten im Sommer 1944 eine entscheidende Rolle spielten. Lee nimmt seinen fünfzehnjährigen Neffen Jesse mit, dessen bester Freund mit seiner Familie ein verlassenes Strandhotel hütet. Überschattet wird die Reise von der Trauer um Jesses Mutter Ira, deren Suizid der Bruder und der Sohn jeder für sich verwinden müssen. In der verwunschenen Atmosphäre des Hotels L’Angleterre entwickelt sich der geplante Kurzaufenthalt zu einer monatelangen Auszeit, die nicht nur für Markus Lee einen Wendepunkt im Leben markiert.

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Kommentar der Jury

Diesen Roman von Mirko Bonné umgibt eine fast schon entrückte Atmosphäre, er mäandert zwischen der Welt der Lebenden und der Toten, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen privater Trauer und der Frage, wie der Tod von tausenden Soldaten in der Normandie in ein fassbares Bild gefügt werden kann. Mit poetischer Kraft aber ohne erzählerisch aufzutrumpfen, verwebt Bonné eine realistisch gezeichnete Welt mit todessehnsüchtiger Verträumtheit. „Nie mehr Nacht“ ist der Glücksfall eines Romans, der schwebend leicht historische und persönliche Düsternis miteinander verbindet.

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