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Autor

Gert Loschütz

Dunkle Gesellschaft

Shortlist 2005

Dunkle Gesellschaft

Thomas, den Binnenschiffer, hat es von den Flüssen weg in die niedersächsische Provinz verschlagen, wo ihn nachts die Unruhe aus dem Haus treibt. In zehn Regennächten erinnert er sich an Stationen der Reise, auf die ihn das Leben geschickt hat. Immer wieder ist er dabei schwarz gekleideten Leuten begegnet, eben jener dunklen Gesellschaft, vor der ihn schon sein Großvater gewarnt hatte.

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Kommentar der Jury

"Dunkle Gesellschaft" ist ein Roman der Erinnerung, der zugleich eine gänzlich andere Gegenwart auslotet. Gegen Ende seines Lebens verschlägt es Binnenschiffer Thomas in die deutsche Provinz; nachts treibt ihn die Unruhe um, das Nahen einer „dunklen Gesellschaft“. Das Unheimliche wird bei Loschütz nie mit Andeutungen abgehakt, sondern ist Teil einer Sprachmusik in Moll, die das Buch durchzieht: als Fluss in einer Landschaft, leer wie das Geschwätz der Politik. Diese hat dem Land die Seele geraubt, die der Autor ihm in seinem Roman neu einhaucht.

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