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Verlag

Paul Zsolnay Verlag

Kollateralschaden

Longlist 2008

Kollateralschaden

Eine Stunde im Supermarkt. Die unterschiedlichsten Menschen begegnen einander, ihre Schicksale sind zart verwoben: die kalorienbewusste Doris, die Kommunalpolitikerin Luise, der Rentner Horst oder der Obdachlose Anton. Sie alle schieben ihr Leben durch den Supermarkt wie Einkaufswagen. Ihre Sehnsüchte und Schwächen werden dabei ebenso deutlich wie das unmittelbare Geschehen selbst, das in einem Überfall kulminiert.

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Das Fest der Steine

Longlist 2005

Das Fest der Steine

Oswald Wuthenau ist ein Schelm und Hochstapler, ein moderner Mephisto, und doch ein verzweifelt Heimatloser. Mitte der fünfziger Jahre geht er nach Südamerika, heiratet und errichtet das erste Atomkraftwerk Argentiniens. Er bekommt in der DDR die Brecht-Medaille überreicht und stellt Wien auf den Kopf. Zweimal wird ihm sein Sohn entführt, und am Ende erfährt er die Abgründe seiner eigenen Herkunft.

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Die Träumer

Longlist 2007

Die Träumer

Iris führt einen erfolgreichen Catering-Service. Die High Society der Großstadt ist ihre Klientel. Auf einer Party erreicht sie die schreckliche Nachricht: Ihr Mann Robert ist tot. Iris beginnt nach den Ursachen zu forschen. Nach und nach erfährt sie, dass Robert jahrelang ein Doppelleben führte und sich einer sektenartigen Gruppierung angeschlossen hatte, die am Stadtrand eine gewalttätige Gegenwelt aufbaut.

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Am Rand

Longlist 2016

Am Rand

Schon immer lagen der Tod und das Glück für Gerold Ebner nah beieinander. Als Kind hat er seinen ersten Toten gesehen. Friedlich entschlafen vor dem Fernseher. Später hat er zwei Menschen eigenhändig den Tod gebracht: Er konnte nicht mehr mitansehen, wie der Großvater die Mutter terrorisierte, und erlöste den besten Freund von seinem Leiden, weil dieser ihn darum gebeten hat. Doch ist er damit zum Mörder geworden? Oder hat er nur konsequent den Menschen, die ihm nahestanden, geholfen? Noch einmal entscheidet sich Gerold gegen das Gesetz und findet so sein eigenes Glück, das ihm der Tod wieder nimmt.

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Das Floß der Medusa

Shortlist 2017

Das Floß der Medusa

18. Juli 1816: Vor der Westküste von Afrika entdeckt der Kapitän der Argus ein etwa zwanzig Meter langes Floß. Was er darauf sieht, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren: hohle Augen, ausgedörrte Lippen, verbrannte Haut voller Wunden und Blasen … Die ausgemergelten Gestalten sind die letzten 15 von ursprünglich 147 Menschen, die nach dem Untergang der Fregatte Medusa zwei Wochen auf offener See überlebt haben. Da es in den Rettungsbooten zu wenige Plätze gab, wurden sie einfach ausgesetzt. Aus der Perspektive des Küchenjungen Victor wird erzählt, wie es zu dieser Tragödie kommen konnte.

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Kommentar der Jury

„Wo es kein Brot gibt, gibt es kein Gesetz mehr.“ Wie einfach ist dieser Satz. Und wie bedrückend wahr ist er. Franzobel hat uns mit seinem Roman eine alte Geschichte aufgetischt, die sich vor 200 Jahren zugetragen hat. Warum sollen wir diese Geschichte heute noch lesen? Franzobel schreibt uns dies ins Gedächtnis: Wir alle fahren gemeinsam auf dieser Fregatte und kämpfen gemeinsam auf dem Floß der Medusa ums Überleben. Denn – wie gesagt – da, wo es kein Brot gibt, wird es auch kein Gesetz mehr geben. Das ist bis heute gültig. Der Roman ist also auch eine kleine, ungeheuerliche Menschheitsgeschichte auf gerade einmal knapp 600 spannenden Seiten.

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